Lamborghini Countach 1974 (LP5000 Quattrovalvole)
Der 1963 gegründete Automobilhersteller Lamborghini hatte mit dem 1966 eingeführten Miura einen der ersten Mittelmotorsportwagen auf den Markt gebracht. Auf dem Genfer Autosalon im März 1971 stellte das italienische Studio Bertone eine Lamborghini Countach LP 500 genannte Designstudie vor, die auf das Marktsegment des Miura zugeschnitten war. Der gelb lackierte Wagen erschien nicht bei Lamborghini, sondern auf Bertones Stand. Ursprünglich war keine Serienfertigung des Coupés geplant; die Studie war lediglich als „Leistungsbeweis“ gedacht. Der Wagen fand jedoch so starken Anklang, dass Ferruccio Lamborghini den fahrbereiten LP 500 zunächst umfangreich testen ließ. Im Mai 1972 fiel schließlich die Entscheidung für die Serienproduktion des Wagens. Ein grün lackierter Prototyp des Countach, der sich technisch und stilistisch von der Studie LP 500 in einigen Merkmalen unterschied, wurde im März 1973 auf dem Genfer Auto-Salon der Öffentlichkeit präsentiert. Zu dieser Zeit kam es jedoch in den Staaten des Westens zur sogenannten Ölkrise. Lamborghini hielt das Auto für so gut, dass es sich seiner Meinung nach trotzdem gut verkaufen müsste. Die Entwicklung des Countach zog sich allerdings in die Länge, weil Lamborghini zeitgleich den kleineren Sportwagen Urraco zur Serienreife bringen musste und mit der Entwicklung von zwei Autos finanziell und organisatorisch überfordert war. Das endgültige Serienmodell debütierte auf dem Pariser Autosalon im Herbst 1973; das erste Kundenfahrzeug wurde allerdings erst am 11. April 1974 ausgeliefert. Zu dieser Zeit war die Produktion des Miura bereits ausgelaufen. In den ersten Jahren war der Countach noch nicht ausgereift; Lamborghini führte regelmäßig Verbesserungen während der laufenden Produktion ein.